Unsere Kreativität in Gottes Hand

Unsere Kreativität in Gottes Hand

Unsere Kreativität in Gottes Hand

Ist das nicht toll? Etwas schaffen und auch erreichen können, was man sich ausgedacht hat? Eine Sache mit Ziel. Vielleicht die Sportsaison 2016. Oder die Verbesserung der Kupplung am Renngefährt. Oder die Konzeption des neuen Hauses, oder, oder…

Ja, das ist ein Vorrecht des Menschen. Leider kann es aber auch zum Bösen genutzt werden. Oder deutlicher, ich gebe mich dafür her. Zum Schaden von jemanden und mir selbst. Ich stehe mir selbst auf dem Fuß und im Weg. Kreativität kann zum Bumerang mutieren. Aber eben auch anders! So wird die Bitte des Psalmisten zum Gebet für unsereins:

“Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk
unsrer Hände bei uns. Ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern.” Psalm 90,17

War das nur der “fromme” Wunsch eines Mannes, der große Verantwortung trug? Mose wünschte sich das am Ende seines Klagepsalms. Der Wunsch ist zum Gebet geworden. Hier redet ein Mann, der darauf angewiesen ist, dass seine und seiner Leute Arbeit von Gott gesegnet wird. Ist das nicht der Fall, nützt alle kreative Schaffenskraft nichts. “Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.” (Psalm 90, 14)
Im gesamten Psalm erwähnt er nur eine Sache, die den Segen Gottes hindern kann: “Denn unsre Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.” (Psalm 90, 8)

Reagieren
Ist das auch heute Grund unserer Klage? Den Zorn Gottes, von dem Mose spricht, müssen auch wir ernst nehmen. Wir sollten es machen wie er, der zuerst die Größe Gottes rühmt, dann die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens dagegen stellt und alle Hinderungsgründe aufzählt, die das Leben mit Gott untergraben wollen.

Der Grund, sich erneut in die Arme Gottes fallen zu lassen, liegt nicht in der Befürchtung, es könne dir sonst schlecht gehen, sondern darin, dass durch eine Torheit die Quelle aller Kreativität und allen Segens verschlossen werden könnte. Jede “Missetat” verdunkelt das Glaubensleben. Nein, es soll anders „rauskommen“: “Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Herrlichkeit ihren Kindern.” (Psalm 90, 16)

Auf ein Neues
Dieser Psalm soll dich ermutigen, diesen großen Gott mit dem zusammenzubringen, was du heute vorhast. Die Bitte ist eindeutig: “Das Werk unserer Hände wollest du fördern.” Gott hat dem Menschen eine schier unerschöpfliche Kreativität in die Wiege gelegt. Im Zusammenspiel mit ihm wird sie ausgeschöpft. Was für eine Chance bedeutet das heute für dich, egal worum es gerade geht! Keine noch so verlockende “Missetat” ist es wert, diesen Segensstrom zu blockieren. Es gibt nur eins: sie bekennen – und weg mit ihr! Dabei spielt keine Rolle, wie “groß” sie ist und wie oft du ihr erlegen bist.

Helmfried Riecker
Sportandacht von SRS